Nächster Halt: Die 27. Lange Nacht der Münchner Museen

Deutsches Museum in der Nacht
Lichtinstallation des Deutschen Museums für die Lange Nacht der Museen, Foto: Reinhard Krause, Deutsches Museum, München

Am Samstag, den 17. Oktober, lädt die 27. Lange Nacht der Münchner Museen dazu ein, die Stadt auf eine völlig neue und faszinierende Weise zu entdecken. Von 18 Uhr bis 1 Uhr nachts öffnen über 100 Museen, Galerien und besondere Locations ihre Türen und bringen die gesamte Stadt für eine Nacht voller Bewegung und Kultur zum Leben. Alle Einzelheiten zum Programm sind ab sofort online einsehbar.

Die Eintrittskarten kosten 20 € und sind über muenchenticket.de sowie bei den teilnehmenden Partnern erhältlich. Mit dem Ticket erhält man Zugang zu allen beteiligten Einrichtungen. Für Familien startet die Lange Nacht bereits um 14 Uhr mit einem speziell gestalteten Kinderprogramm, das spannende Führungen, Workshops und kreative Aktivitäten umfasst. Zusätzlich verbinden sechs Shuttlebuslinien der MVG die Veranstaltungsorte miteinander, sodass Besucher ganz flexibel und unabhängig von Entfernungen ihre persönliche Tour durch die Lange Nacht gestalten können.

BMW Museum
BMW Museum, Foto: © BMW AG
TUM Center for Culture and Arts
TUM Center for Culture and Arts, Foto: © TUM

Motorenwerke und Technikwelten

In diesem Jahr lädt ein Schaffner aus einer historischen Straßenbahn zum Einsteigen ein – ein herzliches Willkommen im Veranstaltungsmotiv! Diese besondere Tram ist im MVG Museum zu bewundern, das stolz 150 Jahre Münchner Straßenbahngeschichte zelebriert. Doch die Lange Nacht bringt nicht nur auf den Schienen Bewegung: Oldtimerbusse des Omnibus-Clubs München, private historische Fahrzeuge vom Rollenden Museum sowie die Feier von 50 Jahren BMW 6er-Serie im BMW Museum sorgen für jede Menge Fahrspaß. Im Verkehrszentrum des Deutschen Museums wird Mobilität in all ihren Facetten erfahrbar, und auch der Blick in den Himmel bleibt nicht außen vor: Im MTU Museum der MTU Aero Engines kann man die spannende Geschichte und Zukunft der Luftfahrt entdecken.
Abseits von Straße und Schiene erwarten weitere technische Highlights die Besucher: Die Führung „Elektrische Stadt“ von Stattreisen München entführt zu den Ursprüngen der Münchner Stromversorgung, während Crelux – a WuXi AppTec Company im Deutschen Museum faszinierende Einblicke in die frühe Entwicklung von Medikamenten gewährt. Zudem können Kinder gemeinsam mit den Wissenschaftlern des TUM Center for Culture and Arts spielerisch Roboter bauen und die Welt der Künstlichen Intelligenz erkunden.

Große Klassiker und kleine Schmuckstücke

Kunstliebhaber dürfen sich auch in diesem Jahr wieder auf den Zugang zu weithin bekannten Kunstschätzen freuen. Das Lenbachhaus und die Villa Stuck, das Museum Fünf Kontinente sowie die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen mit der Alten Pinakothek, der Pinakothek der Moderne, dem Museum Brandhorst und der Sammlung Schack zählen zu den renommierten Münchner Museen, die erneut vertreten sind.
Darüber hinaus laden auch kleinere Einrichtungen mit besonderen Highlights zum Entdecken ein: In der Galerie WELTRAUM führt Falk v. Schönfels in das „Fluctibus-Doodleversum“ mit einer elektronischen Klanginstallation ein, während das Keramikatelier im Herbergenhof mit „Re: Rococo“ das Rokoko auf kreative Weise in Keramik neu interpretiert. Die Magda Bittner-Simmet Stiftung zeigt den Nachlass der Münchner Malerin in ihrem historischen Atelierhaus am Schwabinger Bach. Am Lenbachplatz gewährt die Sammlung Goetz / Schaufenster einen faszinierenden Einblick in das vielfältige Schaffen des US-amerikanischen Künstlers Sterling Ruby.

„Memento Mori – Memento Cura“ in der Herz Jesu Kirche, Foto: © HospizDienst DaSein

Wo Kunst auf Leben trifft

Besonders beeindruckend wird eine Veranstaltung dort, wo originelle Konzepte frische Perspektiven eröffnen: Das Literaturhaus München entführt mit „IMAGINARIUM“ in eine zauberhafte Welt, die Buchseiten, Puppentheater und Magie miteinander verbindet. Das Hotel Mariandl schafft mit „ZIMMER FREI“ eine Verbindung zwischen Kunst und Alltag: Die Hotelzimmer verwandeln sich in Ausstellungsflächen für internationale Künstler, während der normale Hotelbetrieb ungestört weiterläuft. Einen faszinierenden neuen Blick auf verschiedene Stadtviertel und soziale Gegebenheiten bietet der Fotograf Johnny Miller mit seinen eindrucksvollen Luftaufnahmen in der Ausstellung „Unequal Scenes“ im Amerikahaus. Ein sehr reales Thema greifen das HPNM und die GEDOKmuc in der Herz Jesu Kirche auf. Unter dem Titel „Memento Mori – Memento Cura“ beleuchten sie weibliche Sichtweisen auf Hospizarbeit und das Lebensende.
Neben dem Eintauchen in die Kunst ist auch das aktive Mitwirken gefragt. Beim Zeichenmarathon der Akthof Studio School of Art können Live-Modelle direkt vor Ort skizziert werden, im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke dürfen die Abgüsse ab Mitternacht mit Handschuhen ertastet werden. Bei „Moving Materials“ verwandelt sich das MaximiliansForum in eine offene Werkstatt: Für „Aufbau Umbau Abbau Aufbau …“ sammeln Vincent Mitzev und Valio Tchenkov Gegenstände aus dem städtischen Umfeld, verändern sie und fügen sie neu zusammen. Gemeinsam mit den Besuchern entsteht daraus eine gemeinschaftliche Materialkomposition.

Plakat von der Langen Museums Nacht

Mehr Informationen und das vollständige Programm der Langen Nacht finden Sie auf folgenden Websites: museumsnacht.de + Veranstaltungsprogramm

Artikel teilen