PrideWeeks vom 11. bis 28. Juni 2026
Der Münchner CSD macht 2026 einen frischen Neustart: Das beliebte Straßenfest zieht von der überfüllten Altstadt in die großzügige Ludwigstraße um – mehr Platz, mehr Programm, mehr Party! Drei Tage lang wird die neue PrideMeile zur bunten Flaniermeile mit MainStage-Highlights wie Conchita und Patrick Lindner, einer QueerStage voller Drag, Poetry Slam und Karaoke sowie einer Politikbühne für spannende Talks. Neu sind auch Areas für Fetisch, Senioren-Café und Sport – Vielfalt wird hier großgeschrieben!
Trotz steigender Übergriffe auf queere Menschen bleibt der CSD ein kraftvolles Zeichen für Zusammenhalt, Freiheit und Akzeptanz unter dem Motto „Unsere Vielfalt. Unsere Stärke“. Die Community fordert klare politische Verbesserungen – von Diskriminierungsschutz bis Asylrecht für queere Geflüchtete. Mit über 100 Veranstaltungen in den PrideWeeks zeigt München einmal mehr: Queer sein heißt feiern, kämpfen und gemeinsam stark sein!


PolitikBühne
Eine PolitikBühne, auf der vor allem politische Talks aus der Community stattfinden und lokale Künstler auftreten, steht künftig auf Höhe der Theresienstraße. Es moderieren Bernd Müller, Rosa-Liste-Stadtrat, und Yves Flade, bekannt vom Szene-Podcast „Glockenbach Live!“. Bislang fand man diesen Ort, bekannt als Community-Bühne, in der Kaufingerstraße. Hier treffen sich etwa queere Mitglieder aus dem Münchner Stadtrat zum Polit-Talk, Vertreter von diversity München, die zur Frage diskutieren: Was bewegt junge Queers? Es sprechen queere Geflüchtete, Regenbogenfamilien. Die Bigband Groove Sistaz spielt, die Selige Maikönigin kommt und natürlich Samantha Jackson, Bayerns erste ukrainische Drag Queen, die wegen des Krieges ihre Heimat verlassen musste. Um nur mal einen Ausschnitt der Bandbreite darzustellen.


Queer und Alter
Vor der Staatsbibliothek baut der Münchner Löwen-Club MLC seine FetischArea auf, die vom Platz vor der Feldherrnhalle herzieht. Hier gibt‘s Infostände, Diskussionen, Live Acts, vor allem aber Aufklärung über verschiedene Arten von Fetisch. Denn auch Kink ist Vielfalt und gelebte Freiheit! Neu sind die Generationen- und SportAreas weiter nördlich. Highlight hier ist einmal das neue Senior-Café von Münchenstift an der Schellingstraße. Dort wird bei Kaffee und Kuchen über Konzepte zum Thema „Queer und Alter“ informiert. „Mit unserem Angebot wollen wir bei queeren wie nicht-queeren Menschen Berührungsängste abbauen“, sagt Miriam Vath, Referentin für LGBTIQ* bei Münchenstift. Die Area, insbesondere das Café, bietet Raum für Begegnung, Information und Austausch. „Wir werden alle älter. Es ist deshalb wichtig, sich mit diesem Lebensabschnitt frühzeitig zu beschäftigen, um vorbereitet zu sein, wenn man auf Hilfe angewiesen ist.“

Und am Ende: die PartyArea!
Sie bekommt einen prominenten neuen Platz vor dem Siegestor mit einer spektakulären Bühne. Ein Chillout-Bereich richten die Veranstalter vor der Universität ein. Die Infostände der queeren Community und ihrer Allies – 93 sind es in diesem Jahr – finden sie sich entlang der gesamten PrideMeile. Durchmischt von einer Vielzahl von Gastro-Ständen und Biergärten. Das CSD-Straßenfest beginnt erstmals bereits am Freitagnachmittag, wie es die CSDs in Köln, Hamburg und Frankfurt seit Jahren vormachen. „Die Stimmung in der Stadt ist dann besonders schön“, sagt CSD-Geschäftsführer Kluge. „Es herrscht eine große Vorfreude auf den Samstag, die PolitParade und das RathausClubbing; alle sind aufgeregt.“ Sonntagabend endet das Straßenfest.


