Japanischer Sommer in München

Japanerinnen im traditionellen Kimono Look; Foto: Sofia M

Mitten in München erwacht die japanische Kultur zu neuem Leben. Zuerst findet die Japandult in der Alte Kongresshalle satt. Nur eine Woche später findet das Japanfest zwischen den grünen Alleen des Englischen Gartens statt mit, traditionellen Tänzen, kunstvollen Cosplays und kulinarischen Köstlichkeiten. Ein Ereignis, das nicht nur Liebhaber fernöstlicher Kunst anspricht, sondern auch Neugierige jeden Alters in seinen Bann zieht.

Japandult 14. Juli

Die seit 2013 in München stattfindende Japandult vereint zweimal im Jahr Künstler und Kreative aus Japan, Deutschland, Österreich und Tschechien. Sie präsentieren handgefertigte Kunstwerke aus Keramik und Malerei, einzigartiges Design, individuelle Mode, zauberhaften Schmuck und hochwertige Papeterie. Das bunte Kulturprogramm umfasst japanischen Schwertkampf, traditionellen Tanz, Kimonopräsentationen, Live-Konzerte und Workshops wie Origamikunst, Manga-Zeichnen und Furoshiki. Kulinarisch wird eine Vielfalt japanischer Gerichte wie Ramen, Onigiri, Takoyaki und köstliche Patisserie angeboten, was die kulturelle Erfahrung abrundet.

„Die Japandult steht für modernes und traditionelles japanisches Design, Kunst und Kultur! Ein Markt der besonderen Art mit außergewöhnlichem Flair“, Veranstalterin Claudia Albert und Gründerin der Kirschblüte

27. Japanfest am 21. Juli

Das Japanfest im Englischen Garten feiert dieses Jahr sein 27. Jubiläum. Wer die japanische Kultur und handwerkliche Kunst entdecken möchte, sollte das japanische Teehaus Kanshoan besuchen, das sich direkt hinter dem Haus der Kunst befindet. Das eigentliche Fest findet ebenfalls hinter dem Haus der Kunst statt. Dieses Jahr wird auch ein Cosplay-Wettbewerb angeboten, bei dem viele attraktive Preise zu gewinnen sind. Cosplay ist eine aus Japan stammende Fanpraxis, die sich in den 1990er Jahren mit dem Manga- und Anime-Boom auch in den USA und Europa verbreitete. Beim Cosplay verkleiden sich die Teilnehmer als Charaktere aus Manga, Anime, Filmen, Videospielen oder anderen Medien und stellen diese so originalgetreu wie möglich durch Kostüme und Verhalten dar.

Kinderspiel (Tänze) des Japanischen Instituts in München e.V.; Foto: Dr. Ernst Engelmayr
Cosplay-Wettbewerb von Animexx mit vielen attraktiven Preisen; Foto: Friedrich Rahn

Rund 30 Stände präsentieren japanische Kultur und Produkte wie Bonsais, Kendo und Ikebana. Besucher können verschiedene Köstlichkeiten genießen. Unterschiedliche Bühnen mit wechselndem Programm und Mitmach-Angeboten sorgen für Unterhaltung für alle Altersgruppen. Ein besonderes Highlight ist der Bon-Tanz, ein traditioneller japanischer Tanz mit einer Mitmach-Einführung für die Zuschauer. Viele Besucher tragen dabei traditionelle japanische Kostüme. Außerdem werden weitere Tänze und Kampfkünste gezeigt, die Kokuryo-Trommler treten auf und Go sowie Shogi werden gespielt. Verschiedene Vereine und Schulen stellen zudem kulturelle Themen vor.

Veranstalter des beliebten Festes ist das Japanischen Generalkonsulat München sowie der Japan Club München und die Deutsch-Japanische Gesellschaft kurz DJG.

Japanische Filmreihe

Die Deutsch-Japanische Gesellschaft in Bayern e.V. bringt dem Publikum seit 2010 die vielfältige Geschichte Japans und die Auswirkungen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki näher. In Zusammenarbeit mit der Münchner Stadtbibliothek und der Japan Foundation zeigt sie im Münchner Kulturzentrum Gasteig ausgezeichnete japanische Filme von den 1950er Jahren bis heute. Die Filmreihe umfasst Klassiker, preisgekrönte Werke und thematische Schwerpunkte, wie 2019 die Samurai-Filme anlässlich der Ausstellung „Samurai – Pracht des japanischen Rittertums“. Das Programm begeistert mit einer breiten Palette von Genres, darunter romantische Komödien, Liebesgeschichten, Kriminalfilme und surrealistische Werke. Besonders beliebt ist die Tora-san Komödienreihe.

Bis November bietet die Stadtbibliothek im HP8 einmal im Monat ein besonderes Kinoerlebnis. Im Juli wird der Film “Past Lives” der koreanischen Regisseurin Celine Song gezeigt. Mit dieser autobiografisch gefärbten Geschichte gibt Celine Song ihr Kinodebut. Ein berührender Film über Liebe, verpasste Chancen, Schicksal und Bestimmung.

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